Kreidezähne bei Kindern und Jugendlichen


Unter „Kreidezähnen“ versteht ein Zahnarzt eine Störung des Zahnschmelzes, welche auf eine nicht ausreichende Mineralisation der Schutzschicht zurückzuführen ist. Diese Krankheit wurde erst 1987 erstmals beschrieben – die Gründe dafür sind nicht ganz klar.

Was sind Kreidezähne?

Dabei handelt es sich, wie bereits erwähnt, um eine unzureichende Mineralisierung im Zahnschmelz. Besonders stark betroffen von dieser chronischen Erkrankung sind Kinder und Jugendliche – mitterweile haben ungefähr 30% der 12-jährigen derartige Zahnprobleme.

Man erkennt Kreidezähne an einer Färbung der Zähne, diese ist gelb-braun und entweder nur teilweise oder am gesamten Zahn vorhanden. Dabei sind sowohl die Backenzähne, als auch die Schneidezähne betroffen. Die Oberfläche ist tief zerfurcht und fördert somit Karies. Die größte Problematik bei dieser Erkrankung der Zähne ist nicht die Verfärbung, sondern die Zähne sind bröckelig und Essen, Trinken und sogar Zähneputzen verursacht Schmerzen.

Wie erkrankt man?

Diese Frage ist noch nicht zur Gänze geklärt, jedoch stehen Weichmacher wie Bisphenol-A stark unter Verdacht. Die ersten Aufzeichnungen von Kreidezähnen entstanden erst im Jahre 1987, deshalb wurde nach Umwelteinflüssen gesucht, die in diesen Zeitraum passen – Weichmacher in der Plastikindustrie, als Glas von Kunststoff verdrängt wurde. Stoffe wie Bisphenol-A waren lange Zeit in Babyfläschchen enthalten und sind es immer noch in Schnullern und Plastikgeschirr. Selbst bei ungeborenen Kindern wurde schon eine Hypomineralisierung festgestellt, die Gründe dafür sind noch schleierhafter.

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Foto: © savelov, fotolia.com

 

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