Sie benötigen eine Zahnfüllung und haben von Füllungen aus Kunststoff, Keramik oder Gold gehört? Die Zahnärzte in unserer Ordination im zehnten Bezirk geben Ihnen gerne Auskunft über die verschiedenen Möglichkeiten einer Sanierung und den anfallenden Kosten.

Die von unserer Praxis in den 1990er Jahren gelegten Keramik-Inlays sind heute noch intakt. Da sich die Technik seitdem noch weiter entwickelt hat, kann man mittlerweile schon von einer Versorgung auf Lebenszeit ausgehen.

Zahnfüllungen bestehen aus plastischen Massen, die erst in der präparierten Kavität in ihre endgültige Form gebracht werden und dann aushärten. Sie sind die Methode der Wahl, wenn es um die Reparatur kleinerer Defekte im Zahn gilt. Die Zeit der silberfarbenen Amalgamfüllungen ist fast vorbei.

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Was sind Komposite?

Komposite sind Gemische aus einem flüssigen, licht-härtenden Kunststoff, kleinen Keramikpartikeln, die der Verstärkung dienen, und diversen Zusatzstoffen. Größe und Menge der Füllpartikel können dabei variieren und die Komposite unterschiedlichen Ansprüchen an Fließfähigkeit und Festigkeit anpassen. Die naturgetreue Farbe der Füllungen und die sehr guten Bearbeitungsmöglichkeiten erlauben es, die Füllung dem Zahn optimal anzugleichen – wenn nötig inklusive Kauflächenmodellierung.

Genauere Informationen über die Kosten / Preise erhalten Sie in unserer Praxis in Wien.

So wird eine Kompositfüllung gelegt

Der Zahn wird in örtlicher Betäubung substanzschonend zu einer speziellen Lochform ausgebohrt. Eine im Mund aufgespannte Gummimembran, der sogenannte Kofferdam, dient der Trockenlegung der “Arbeitsfläche”. Dann wird die Zahnoberfläche mit einem Ätzgel aufgeraut. Ein flüssiger Primer-Kunststoff sorgt für optimale Bindung mit dem Zahn. Nun wird der Kompositkunststoff in dünnen Schichten eingebracht und jeweils mit UV-Licht ausgehärtet. Die fertige Füllung wird poliert und wenn nötig noch etwas abgeschliffen, um eine optimales Zusammenspiel mit dem Gegenzahn herzustellen.

Das Ergebnis sind unauffällige, recht dauerhafte Zahnfüllungen, die inklusive Präparation des Zahns auch bei sorgfältigster Verarbeitung in kaum mehr als einer dreiviertel Stunde fertiggestellt sind – eine kostengünstige und schnelle Lösung für kleine Karies-Defekte im Front- und Seitenzahnbereich.

Material mit kleinen Schwächen

Auch Kompositfüllungen haben nicht nur gute Presse. Die Kunststoffe stehen im Verdacht, zwar nicht Quecksilber, aber in geringen Mengen Stoffe wie Formaldehyd oder den unbeliebten Weichmacher Bisphenol A freizusetzen.

Schäden durch die heute immer häufiger und zunehmend auch im Seitenzahnbereich eingesetzten Füllungen sind allerdings nicht belegt, und wer täglich mit Kunststoffen umgeht, muss sich über das winzige Zusatzrisiko, das die Komposite vielleicht bedeuten, eher keine Sorgen machen. Mit Kompositfüllungen gibt es jedoch einige typische Probleme, die sich allerdings teilweise durch besonders akkurates Arbeiten minimieren lassen:

1. Kunststoff schrumpft beim Aushärten.

Dadurch entstehen Spannungen in der Füllung, die bei ungenügender Haftung zwischen Füllung am Zahn zur Ausbildung eines Spalts führen können. In diesem Spalt kann Sekundärkaries entstehen, die oft erst viel zu spät bemerkt wird, weil die Oberfläche der Füllung noch intakt aussieht. Aus diesem Grund gehört das schichtweise Auftragen und Trocknen des Komposits zur sorgfältigen Verarbeitung von Kunststofffüllungen – so bleibt die Schrumpfung minimal.

2. Feuchtigkeit verringert die Kraft der Bindung zwischen Kompositkunststoff und Zahn.

Daher ist die Trockenlegung beim Einbringen der Füllmasse eine wichtige Voraussetzung für langlebige und robuste Kunststofffüllungen. Zwei Watteröllchen im Mund sind nicht genug. Nur durch den Kofferdam wird wirklich trockenes Arbeiten möglich. Nicht bei jedem Zahnarzt eine Selbstverständlichkeit…

3. Komposit hat eine etwas geringere Härte als der Zahnschmelz.

Bei starker Kaubeanspruchung werden die Füllungen daher mit der Zeit abradiert.

4. Kunststoff verbindet sich nur mit dem Zahnschmelz richtig gut.

Mit dem darunterliegenden, von Natur aus etwas feuchteten Dentin entsteht keine feste Haftung.

Schichtweise und trockene Verarbeitung des Komposits verbessert die Haftung der Füllung am Zahn. So sorgfältig gelegte Kunststofffüllungen halten durchaus viele Jahre – wenn sie nicht zu großen Kaubelastungen ausgesetzt werden, und wenn ihre Leistungsfähigkeit nicht überbeansprucht wird…

In diesen Fällen ist ein Keramik-Inlay die bessere Wahl

Aber auch bei akkuratester Arbeit haben Kompositfüllungen Grenzen, die nur um den Preis hinfälliger Füllungen mit einem erhöhten Sekundärkaries-Risiko überschritten werden können: Da Kompositkunststoff nur am Zahnschmelz zufriedenstellend haftet, und der an den Zahnhälsen dünner ist als auf der Kaufläche, sind Kompositfüllungen nicht für tiefere Kavitäten geeignet. Bei flachen bis mittleren Kavitäten in den Kauflächen und flachen Defekten an den oberen Zahnhälsen ist Komposit eine gute Wahl.

Wird mehr von der Methode verlangt, als sie leisten kann, leidet die Qualität. Entweder die Füllungen gehen verloren, oder sie sitzen zwar fest, kaschieren aber einen Spalt zwischen Zahn und Füllung, in dem Bakterien gut geschützt vor der Zahnbürste an einer verborgenen Sekundärkaries arbeiten können. Wird diese erst bemerkt, wenn der Zahn schmerzt, ist eine Wurzelkanalbehandlung meist schon unvermeidlich.

Große Kavitäten und Defekte im kautragenden Backenzahnbereich sind mit einem Keramik-Inlay wesentlich besser und sehr viel dauerhafter versorgt. Die höhere Investition macht sich bezahlt: Das Sekundärkaries-Risiko und die Verlustrate sind hier bei Inlays wesentlich geringer.

 

 


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