Zahnprothese der Backenzähne

Bei Zahnprothesen unterscheidet man folgende Arten:

Kontaktieren Sie uns und sichern Sie sich einen Termin in unserer Praxis in 1100 Wien! Welche Art der Prothese für Sie infrage kommt, kann nach einer Untersuchung individuell ermittelt werden.

 

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Teilprothesen

Teilprothesen sind herausnehmbarer Zahnersatz und kommen dann zum Einsatz, wenn nicht mehr genug Zähne vorhanden sind, um eine feste Brücke stabil zu verankern. Das ist meist der Fall, wenn sieben oder mehr wichtige Zähne in einem Kiefer fehlen. Während der Einheilzeit von Implantaten sind Teilprothesen außerdem eine geeignete Interimslösung.

Die Teilprothese stellt die Funktion und Optik des schon stark lückenhaften Gebisses wieder her. Zu einer Teilprothese gehören:

  • Gerüst oder Basis aus medizinischem Edelstahl (im Oberkiefer meist als dünne, am Gaumen anliegende Platte, im Unterkiefer als Bügel gestaltet
  • je nach Prothesentyp unterschiedliche Halte- und Stützelemente
  • eine Unterfütterung zur Vermeidung von Druckstellen auf dem Zahnfleisch
  • ein dem Zahnfleisch nachempfundener Prothesensattel aus Kunststoff
  • die in Farbe und Form an die noch vorhandenen Zähne angepassten Ersatzzähne aus Kunststoff oder Keramik

In Fällen, wo eine Brücke noch realisierbar wäre, ist die Teilprothese eine günstigere, aber nicht gleichwertige Alternative. Tragekomfort, Halt und Ästhetik einer Teilprothese sind mit denen einer Brücke nicht zu vergleichen. Das Risiko von Zahnfleischentzündungen und ohne Überkronung auch das Kariesrisiko für die verbliebenen Zähne sind mit Teilprothesen höher als mit Brücken. Eine Teilprothese benötigt gesunde Zähne zur Befestigung, kann jedoch alternativ auch an Implantaten fixiert werden.

Informationen über die Kosten / Preise einer Prothese erhalten Sie in unserer Praxis in 1010 Wien.

 

Teilprothese mit Klammern

Nach ihren Befestigungsloesungen unterscheidet man verschiedene Arten von Teilprothesen. Die klassische Teilprothese wird mit sichtbaren Metallklammern an den vorhandenen Zähnen befestigt. Das ist eine schnelle und kostengünstige Lösung.

Gesunde Haltezähne können, müssen aber nicht überkront werden. Der Nachteil einer von Klammern gehaltenen Teilprothese liegt in der besonderen Beanspruchung der Verankerungszähne, deren Schmelz durch die Klammern berieben wird und die durch den konzentrierten, als Hebel auf den Zahn wirkenden Kaudruck oftmals unphysiologisch belastet werden. Die sichtbaren Befestigungsklammern sind vor allem im Frontzahnbereich ein ästhetischer Nachteil.

 

Kombinierter Zahnersatz

Einen wesentlich höheren Tragekomfort als Klammerprothesen haben die auch ästhetisch überlegenen Teilprothesenlösungen, die unter der Bezeichnung kombinierter Zahnersatz zusammengefasst werden. Kombinierter Zahnersatz besteht aus Teilprothesen, die direkt auf überkronten Zähnen oder Implantaten befestigt werden. Für die Befestigung gibt es mehrere unterschiedliche Lösungen, die gegenüber den Klammern gleichermaßen den Vorteil von Unauffälligkeit und größerer Festigkeit haben.

  • Für die Geschiebeprothese wird ein kastenförmiger Hohlraum, die sogenannte Matrize, in die Rückseiten der als Halteelemente bestimmten Kronen eingearbeitet. In diese schiebt sich nach dem Nut-und-Feder-Prinzip passgenau die in die Prothese integrierte Matrize.
  • Teleskop- oder Konuskronen-Prothesen werden durch zylinderförmige Teleskopkronen oder die nur die ihre kegelartige Form von ihnen unterschiedenen Konuskronen gehalten. Dafür werden die Haltezähne beziehungsweise Implantate mit dem sogenannten Innenteleskop überkront. Das in den Zahnersatz integrierte, präzise darüber passende Außenteleskop verleiht der Teleskop- oder Konusprothese einen sehr festen und komfortablen Sitz und sorgt für eine günstige, physiologische Belastung der Haltezähne.
  • Die Stegprothese ist eine Teilprothese für den Unterkiefer, die sich besonders eignet, wenn die beiden Eckzähne erhalten sind. Die Eckzähne werden mit durch einen Steg verbundenen Metallkronen überkront. Eine in der Prothese verankerte Hülse wird über den Steg geklemmt und gibt so dem herausnehmbaren Zahnersatz festen Halt.
  • Weitere Möglichkeiten sind Riegel oder Druckknopf-Anker, mit denen Teilprothesen ebenfalls in Verbindung mit Kronen oder Implantaten befestigt werden können.

 

Die unauffälligen Befestigungslösungen haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Welche in jedem Fall die ideale ist, hängt unter anderem von der Anzahl und Verteilung der erhaltenen Zähne, vom Ausmaß ihrer eventuellen Schwächung durch Parodontitis, vom vorhandenen Platz für Befestigungselemente und von bereits absehbarem Erweiterungsbedarf ab.

Kostenoptimierte Kombinationen von Implantaten, überkronten Zähnen, Brücken und Teilprothesen können ein sowohl preisgünstiges als auch hinsichtlich Funktion und Ästhetik durchaus zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Auf Antrag leisten die Kassen einen Zuschuss für eine bestimmte Anzahl von Zahnkronen, die der Verankerung von Teilprothesen dienen sollen. Alle Verankerungsteile jenseits von Klammern sind dagegen Privatleistungen.

Zeitaufwand für die Versorgung mit Teilprothesen

Teilprothesen lassen sich mit vergleichsweise geringem Zeitaufwand fertigen und einsetzen. Die Blitzlösung ist die Teilprothese mit Klammern: Sie ist innerhalb einer Woche fertig gestellt.

Für eine Geschiebeprothese benötigen Sie normalerweise vier Termine im Abstand von je einer Woche: Es müssen mehrmals Abdrücke genommen und aufwändige Arbeiten im zahntechnischen Labor durchgeführt werden.

Gründe für Teilprothesen auf einen Blick

  • Es sind noch genügend eigene Zähne zur Befestigung einer Teilprothese vorhanden, während die Lücke für eine Brücke zu groß ist
  • Schnelle Fertigstellung
  • Der Schwerpunkt liegt auf einer kostengünstigen Versorgung

Implantate beziehungsweise implantatgetragene Brücken stellen eine stabilere, auch für den Kieferknochen günstigere Situation her als Teilprothesen und sind damit auf lange Sicht die bessere Versorgung. Kombinierter Zahnersatz wie etwa Geschiebeprothesen sind allerdings die Alternative der Wahl, wenn bereits ein weit reichender Abbau des Kieferknochens vorliegt und das Einsetzen von Implantaten nicht möglich ist oder aus gesundheitlichen Gründen nicht in Frage kommt.

Vollprothesen (Totalprothesen)

Die Voll- oder Totalprothese, das künstliche Gebiss, war lange Zeit die einzig mögliche Versorgung für den zahnlosen Kiefer. Heute gibt es ganz verschiedene Lösungen rund um Implantate und implantatgestützte Prothesen, die Betroffene unbedingt in Erwägung ziehen sollten, bevor sie sich für eine Totalprothese entscheiden. Die Basis einer modernen Totalprothese besteht aus dem in der Medizin häufig verwendeten Acrylkunststoff PMMA und wird an die Form des Kieferkammes, für Oberkiefer-Totalprothesen meist auch des Gaumens, angepasst. In der Prothesenbasis sitzt der Zahnersatz – in der Regel ebenfalls aus Acryl.

Die wichtigste Haltekraft für eine Totalprothese ist ein Unterdruck zwischen Prothesenbasis und Kiefer. Damit dieser Unterdruck sich aufbauen kann, muss der Prothesenrand optimal gearbeitet und gut an die Kieferform angepasst sein. Speichel versiegelt den Randspalt zwischen Prothese und Mundschleimhaut und ist damit Voraussetzung für die Haftung der Totalprothese. Mundtrockenheit ist häufig ein Grund für Probleme mit dem Prothesenhalt.

Mit zunehmender Gewöhnung an die Prothese nehmen auch Zunge und Mundmuskulatur unwillkürlich eine stabilisierende Rolle an. Durch sorgfältige Herstellung der Prothesenbasis – dazu gehören die aufwändige Funktionsabdrucknahme, bei der auch das mimische und funktionelle Muskelspiel des Patienten berücksichtigt wird, und die exakte Gestaltung des Prothesenrandes – ist es heute möglich, den Halt einer Totalprothese auch bei ungünstigen Kieferformen oder durch Knochenabbau stark reduzierten Kieferkämmen zu optimieren. Gibt es Probleme mit dem Halt der Totalprothese, besteht durch Modifikationen der Prothesenbasis die Möglichkeit einer haltgebenden Fixierung an Implantaten. Implantate können auch den Druck der Prothese auf den Kieferkamm reduzieren.

Zeitaufwand für die Versorgung mit einer Totalprothese

Die Totalprothese wird in der Regel in vier Terminen im Abstand von jeweils einer Woche angepasst. Nach einer ersten Abdrucknahme werden beim zweiten Termin der sogenannte Funktionsabdruck angefertigt und eine ausführliche Bissnahme durchgeführt, in der Bisshöhe und korrekte Lage der Ersatzzähne in Unter- und Oberkiefer ermittelt werden. Nach einer ersten Einprobe und eventuellen Korrektur eines Provisoriums aus Wachs in der nächsten Sitzung werden die Zahnprothesen im Zahnlabor fertiggestellt und in der vierten Sitzung eingegliedert. Bei einem oder mehreren Nachsorgesterminen wird der Sitz der Prothese auf Druckstellen kontrolliert und die Form der Prothesenbasis eventuell entsprechend korrigiert.

Gründe für die Versorgung mit Totalprothesen auf einen Blick

  • Zahnloser Oberkiefer, Unterkiefer (oder beides)
  • Schnelle Versorgung hat Priorität
  • Sehr kostengünstige Versorgungsform
  • Zahnimplantate kommen nicht in Frage